Benjamin Selter vom TV Attendorn mit Superergebnis beim schwedischen Wasalauf

Mora (07.03.2022) „Ich möchte mich ganz herzlich bedanken bei allen, die mich unterstützt und mir schon wenige Minuten nach dem Zieleinlauf ihre Glückwünsche übermittelt haben“, so schrieb es ein ‚sichtlich platter‘ Benjamin Selter, der am vergangenen Sonntag genau um 3 Minuten nach zwölf mit der schwedischen Sonne um die Wette strahlte. 90 Kilometer durch skandinavische Wälder und Dörfer lagen da bereits hinter ihm - 90 Kilometer, die er in der klassischen Technik auf seinen schmalen Langlaufski in genau 4 Stunden und 3 Minuten zurückgelegt hatte. Traumbedingungen und 15800 gemeldete Langläufer sorgten für ein ganz besonderes Flair beim großen Jubiläumslauf. Exakt 100 Jahre gibt es den Wasalauf, das mit Abstand größte Skilanglaufevent der Welt, nun bereits. „Da überkommt einen schon ein Kribbeln“, so Selter beim Anblick der unzähligen Athleten aus aller Welt. Er selbst brauchte jedoch nicht ins Getümmel. Mit seinem Superlauf über 43 Kilometer in 1: 49 Std. in Oberammergau Anfang Februar hatte er bereits die „Quali“ für das Elitefeld in Sälen, nahe der norwegischen Grenze, geschafft. „Da stehst du dann ganz vorn am Start mit etlichen ehemaligen Olympiasiegern, Profisportlern und den wohl besten Skimarathonspezialisten der Welt und rund 15 000 Athleten im Nacken“, so ein sichtlich beeindruckter Benjamin Selter. Es waren erneut die hochfavorisierten Skandinavier, die den Sieg unter sich ausmachten. Der Norweger Andreas Nygaard sicherte sich schlussendlich in 3:32 den berühmten Siegerkranz des Wasaloppets. Wie eng das Feld hier noch zusammen lag zeigt der Umstand, dass allein die ersten 15 Läufer innerhalb von 7 Sekunden die Finishline in Mora überquerten. „Die Zielankunft mitten im skiverrückten Mora ist einfach überwältigend“. Als insgesamt viertbester Deutscher lief der 25 jährige Student aus den Reihen des TV Attendorn schließlich ins Ziel. Das bedeutete Gesamtrang 172 unter den mehr als 15 000 gemeldeten Langläufern. Dabei war er erst der 19. Finisher, der nicht für ein sogenanntes Proteam am Start war. Ein ganz großes Dankeschön ging auch an Firma Kirchhoff, die Axa-Versicherung Schmidt, vor allem aber an Christian Bruse: „Ohne die tolle Unterstützung wäre so etwas sicher nicht möglich gewesen.“ Unterstützung vor Ort fanden er und seine weiteren sauerländischen Mitstreiter auch durch seine Freundin Johanna Heuel, die sich für die Logistik ebenso wie für die Verpflegung auf der Strecke verantwortlich zeigte.

Ein Ausruhen wird es für Benjamin Selter allerdings noch nicht geben. Bereits am kommenden Wochenende ist er beim Engadin Skimarathon in der Schweiz am Start und eine Woche später steht die Deutsche Skimarathonmeisterschaft in Bodenmais auf dem Programm.

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