Erlebnis pur für zwei Sportler vom TV Attendorn beim Schlegeis3000 Trailrun im Zillertal

Alwine und Ingo Samp vom TV Attendorn

Alwine und Ingo Samp vom TV Attendorn

Attendorn (11.08.2021) Geplant war das alles schon für Juli 2020 – doch während es letztes Jahr aufgrund der pandemiebedingten Absage damals „nur“ bei einem Wanderurlaub blieb - wurden Alwine und Ingo Samp am 24. Juli mit ihrem ersten alpinen Trailrun vor atemberaubender Kulisse entschädigt.

Alwine und Ingo Samp trainieren schon seit einigen Jahren mit dem TV Attendorn gemeinsam in verschiedenen Laufgruppen, zu zweit oder auch alleine sowohl rund um den Biggesee, aber doch noch viele lieber auf den Höhen rund um Attendorn.

In den Sommerferien des vergangenen Jahres gab es die Möglichkeit im Zillertal zur Teilnahme an der vom Veranstalter organisierten virtuellen „Schlegeis-Challenge“ bei STRAVA (Strava ist ein soziales Netzwerk zum internetbasierten Tracking sportlicher Aktivitäten), was den beiden die Chance gab, schon mal einen Lauf im hochalpinen Gelände zu testen. Bereits nach etwa der Hälfte der Strecke mit Blick von der Olperer Hütte (2.389 m) auf die Staumauer vom Schlegeis war aber sofort beiden klar: hier starten wir definitiv im nächsten Jahr, wenn es wieder möglich ist!

Und 2021 durfte gestartete werden! Bei einer professionell organisierten Pasta-Party am Vorabend des Trailruns wurden alle Teilnehmer über die notwendigen Sicherheitshinweise und die mitzutragende Pflichtausrüstung im Hochgebirge informiert und beim anschließenden „Carbo-Loading“ durften noch ordentlich Kalorien aufgetankt werden

Punkt 8.00 Uhr standen Alwine und Ingo am nächsten Morgen mit weiteren 220 Teilnehmern im Starterfeld vor einer beindruckenden Bergkulisse für den Trailrun über 17 km mit mehr als 1.200 zu überwindenden Höhenmetern.

Bei traumhaften Bedingungen mit viel Sonne, morgendlichen kühlen Temperaturen und ohne Wind ging es kurz über den asphaltierten Parkplatz des Schlegeis-Areals – der einzige Kilometer für die nächsten zwei bis drei Stunden, der noch keine Trittsicherheit und volle Konzentration erforderte. Nach gut fünf Minuten ging es steil bergauf über kleinere und größerer Felstritte, so dass sich das Läuferfeld entsprechend früh auseinanderzog. Nach dem ersten Checkpoint - nach rund 4km und auf etwa 2.000m Höhe - wurde der Trail alpin: an ein Joggen wie die Profiathleten war jetzt nicht mehr zu denken, nun galt es stramm zu wandern und die nächsten 300 Höhenmeter zu überwinden bis der Blick auf die Olperer Hütte freigegeben wurde. Hier war der erste von zwei Verpflegungspunkten. Viele Wanderer feuerten die beiden Attendorner an, Helfer füllten Wasservorräte in den Laufrucksäcken auf und versorgten alle Athleten zusätzlich mit Bananen, Melonen, Salzbrezeln, Isogetränken etc.

Eigentlich hätte man ständig verharren und das Bergpanorama genießen müssen, doch mit Startnummer auf der Brust galten andere Regeln. Schließlich war der höchste Punkt der Strecke auch noch nicht erreicht. Weiter ging es auf dem Berliner Höhenweg Richtung Friesenberghaus.

Bei km 11 und etwas mehr als 2 ¼-Stunden hatte Alwine den höchsten Punkt auf 2.630 m erreicht. Da war Ingo schon lange wieder auf dem „Downhill“ Richtung Schlegeis-Staumauer unterwegs. Bergauf konnte der gut trainierte Bergläufer aus dem Sauerland schon zu Beginn immer wieder einige Plätze gut machen und durfte sich somit bereits nach gut 1. Std. und 50 Minuten auf den Weg „nach unten“ machen.

Aber auch bergab war weiterhin höchste Konzentration geboten. Ingo Samp – u. a. Dirigent des Sinfonischen Blasorchesters des Musikzugs Ennest – sagte später glücklich im Ziel: „Bergrunter ist wie das Arbeiten mit Partitur: Du musst das ganze sehen, immer einen Schritt voraus denken und doch muss jeder einzelne Tritt an der richtigen Stelle sitzen!“

Nach einer tollen Zeit von 2 Stunden und 48 Minuten erreichte Ingo glücklich und unverletzt als gesamt 84. (14. AK) das Ziel, um rund 45 Minuten später seine Frau Alwine (Platz 10 ihrer Altersklasse) in die Arme zu schließen. Neben dem High-Five auf das Erlebte wurde auch das ein oder andere Freudentränchen verdrückt. Mit der Sonne um die Wette strahlend ging es dann aber mit der verdienten Finisher-Medaille um den Hals zur Zielverpflegung.

Zur Vorbereitung war die ganze Familie bereits eine Woche vorher noch beim seit über 20 Jahren renommierten „Reschenseelauf“ in Südtirol gestartet. Hier lief auch Sohn Leonard in der Altersklasse der 11-12jährigen mit. Für die 1.160 Meter direkt um den mitten im See stehenden berühmten Kirchturm benötigte er 5:11 Minuten und belegte damit Platz 13.

Auf nahezu „gewohntem Terrain“ nämlich 15,3 km um den Reschensee (das ist genauso lang wie die TV Attendorn - Laufrunde um den Biggesee), lief Ingo mit einer Zeit von 1:10:31 Std. unter rund 2.000 Teilnehmern auf Platz 33 der starken vertretenen AK SM45. Alwine verpasste mit Platz 11 und 1:17.45 Std. nur knapp die Top Ten ihrer AK SF40.

Wie sehr einem in den vergangenen Monaten das Wettkampf-Feeling und die tolle Atmosphäre bei Laufveranstaltungen gefehlt hat, wurde Alwine und Ingo durch die Teilnahmen in Graun am Reschenssee und beim Trailrun im Zillertal nochmal richtig klar. Nun hoffen beide, dass auch das Vereinsleben langsam Fahrt aufnimmt und vielleicht schon bald wieder alle gemeinsam im Sauerland an einer Startlinie stehen können!

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