Skilangläufer des SC Oberhundem und des TV Attendorn in Tschechien erfolgreich

Jizersca (16.02.2020) Strahlender Sonnenschein, leichte Minusgrade und herrlichster Pulverschnee bildeten am vergangenen Wochenende die Rahmenbedingungen für die 53. Auflage des ‚Jizersca‘, des größten Langlaufevents in Tschechien. Knapp 5000 Athleten aus aller Welt hatten sich angemeldet um bei diesem Hochkaräter in der klassischen Technik dabei Zusein.

„Alles was Rang und Namen hat in der aktuellen Skimarathonszene steht hier am Start. Schließlich gehört das Rennen zur Ski-Classics Reihe, praktisch die Marathon - Weltmeisterschaft‘, erläutert Uli Selter vom TV Attendorn, der dieses Mal als Trainer und Betreuer vor Ort war. Neben einer ganzen Reihe von Sportlern aus den Reihen des Westdeutschen Skiverbandes standen mit Benjamin Selter vom TV Attendorn und Manuel Schöttes vom SC Oberhundem auch die zur Zeit schnellsten Herren des Kreises Olpe, sowie der Chef des SC Oberhundem und gleichzeitige Nordische Sportwart des WSV, Andreas Schöttes in der Altersklasse am Start im Stadion Bedrichov im Herzen des tschechischen Isergebirges. „ Wir hatten etwas schwierige Bedingungen zu Beginn und standen bereits wenige Meter nach dem Startschuss im Stau“ kommentieren Benjamin Selters und Manuel Schöttes den Renneinstieg unisono.

Vorn hatte der Veranstalter die Profiteams unter anderem mit Olympiasieger Petter Nordhug platziert, die den ersten Engpass noch flüssig passieren konnten. Rund 15 Kilometer ging es zunächst stetig bergan bis hinauf aufs Plateau. „Die Überholjagd nach dem Startproblem hat prima funktioniert, aber auch einige Körner gekostet,“ erläutert Benjamin Selter weiter. Trotzdem erwischte der 23jährige Student, der erst tags zuvor Platz 2 bei der Sportlerwahl der WP belegt hatte einen absoluten Sahnetag. 2:34:06 zeigte die Uhr nach 50 schweren Kilometern am Ende für ihn und bescherte ihm einen 117. Gesamtrang unter knapp 5000 Finishern. Damit war er zugleich 7. bester Deutscher im Klassefeld. Rang 783 hieß es am Ende für Manuel Schöttes, der dieses Mal eine Zeit von 3:20:28 hinlegte und damit seine konstanten Leistungen vom Dolomitenlauf und zuvor aus der Ramsau klar bestätigen konnte. Einen starken Eindruck hinterließ erneut auch Andreas Schöttes. Mit seinen 3:27:22 finishte er nicht nur als 941. des Gesamtklassements sondern konnte sich auch für einen Topp-Startplatz beim schwedischen Wasalauf im März qualifizieren. „Ich war jetzt zum dritten mal hier, eine tolle Strecke,super Stimmung einfach top organisiert es macht immer wieder Spaß hier zu laufen, auch wenn in diesem Jahr bei uns kaum Vorbereitung für solche langen Strecken auf Schnee möglich ist, was sich natürlich an den Zeiten widerspiegelt“, zieht Andreas Schöttes ein positives Fazit von einem erfolgreichen Wochenende. Einen Wehmutstropfen hinterließ allerdings das Fehlen von Melina Schöttes . Die frisch gekürte Sportlerin des Jahres musste nach ihrem Erfolg beim Dolomitenlauf aufgrund eines Infektes kurzfristig den Start absagen und bereitet sich nun auf die Deutschen Meisterschaften am Karnevalswochenende in Oberstdorf vor.

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