Benjamin Selter mit Superlauf im Engadin

6 Läufer des TV Attendorn beim Skimarathon in der Schweiz unterwegs

Engadin (15.03.2018) Er gilt nach dem Wasa-Lauf als das größte Langlaufevent der Welt. Zum 50. Mal startete am vergangenen Wochenende der Engadin Skimarathon und konnte mit insgesamt 14 200 Meldungen auch gleichzeitig das stärkste Teilnehmerfeld seiner Geschichte vorweisen. Aber nicht nur Masse, sondern ausgesprochene Klasse stellte sich vor Ort in 1840 Metern Höhe den 42 Kilometern. So nutzen Norwegens Langlaufstar Petter Nordhug ebenso wie sein Teamkollege Anders Gloersen oder der aktuelle Olympiateilnehmer Roman Furger aus der Schweiz das einzigartige Flair des Hochgebirges und die begeisterten Menschenmengen am Loipenrad für einen besonderen Saisonausklang.

Mit an der Startlinie standen zudem gleich sechs Athleten aus den Reihen der Skiabteilung des TV Attendorn. Für den absoluten Knaller des Tages sorgte dabei zunächst Benjamin Selter. Nur eine Woche nach seinem hervorragenden Abschneiden im österreichischen Leutasch konnte der 21 jährige Student im Ziel immer noch nicht ganz glauben, was da zuvor passiert war: „Die Saison lief bisher absolut super. Mit dem Ergebnis habe ich aber trotzdem im Traum nicht gerechnet.“ Mit einer Zeit von 1:39,50 lag Benjamin Selter am Ende nach 42 kräftezehrenden Kilometern ganze 5 Minuten hinter der Spitze, die er zwei Wochen zuvor noch bei der Olympiade vor dem Fernseher bewundert hatte. Damit rangierte der amtierende Deutsche Vizemeister im Skimarathon unter den besten 0,7 Prozent aller Klassierten und wird auch aufgrund seiner Fis-Punkte im nächsten Jahr wieder in der ersten Startreihe stehen. Einen Riesensprung nach vorn konnte auch seine Schwester Lea für sich verbuchen. Nach 3:02,30 im vergangenen Jahr erlief sich die 18 jährige Abiturientin des St. Ursula Gymnasiums mit 2:30,55 nicht nur einen hervorragenden Rang 7 der Juniorinnen sondern schaffte für ihren nächsten Start gleich die Qualifikation ins Elite C-Feld. Dabei konnte die aktuelle Siegerin über die 10 Kilometer von Oberammergau vor allem auf den letzten schwierigen und sehr kupierten Kilometern 37 bis 42 wichtigen Boden gutmachen. Er hatte sich als Letzter entschieden mit dem TV Attendorn- Skiteam in der Schweiz an den Start zu gehen. Lukas Scholl schaffte in seinem 4. Engadiner auch gleich sein bisher beste Resultat. 2:40,04 zeigte die Uhr am Schluss im Zielgelände in S-champf. „Was er hier gezeigt hat, ist absolut bemerkenswert,“ resümierte TV Trainer Uli Selter, „ Lukas studiert fern ab vom Schnee und hat sich neben Prüfungen und Studienarbeiten akriebisch überwiegend mit Laufen und auf Rollski vorbereitet.“ Der ‚Trainer‘ selber startete zum 29.Mal im Engadin und schaffte mit über 60 immerhin noch eine Zeit von 2:56,31. Als einziger völliger Neuling ging Martin Schmidt in die Loipe. Während der überwiegende Teil der Starter auf schnellen Skatingski unterwegs war lief der erfahrende Triathlet in der klassischen Technik und schaffte trotz teilweisen Schneefalls und nicht ganz optimaler Bedingungen sehr gute 3:41,17. Eine Viertelstunde späte schließlich überquerte mit Otto Erst Weller der Älteste im Attendorner Team die Ziellinie. Vor Ort noch 74 geworden konnte Weller seine Zeit aus den Vorjahren noch einmal verbessern und mit 3:57,22 die magische Vierstundenmarke deutlich knacken.

Berichte 2018

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