Andreas Geyer beim Hivernaltrail Dritter über 50 Kilometer

Läufer vom TV Attendorn bewältigt schwierigen Ultratrail-Marathon im Kerkrader Grenzgebiet in knapp fünfeinhalb Stunden

Läufer vom TV Attendorn bewältigt schwierigen Ultratrail-Marathon im Kerkrader Grenzgebiet in knapp fünfeinhalb Stunden

Andreas Geyer vom TV Attendorn wird beim Ultratrail-Marathon im Kerkrader Grenzgebiet Dritter über 50 Kilometer

Kerkrade (10.02.2018). Großer Erfolg für Andreas Geyer. Der Läufer vom TV Attendorn wurde beim Hivernaltrail, einem Ultratrail-Marathon im Kerkrader Grenzgebiet Dritter über 50 Kilometer.

Der Hivernaltrail, im Grenzgebiet zwischen Heerlen und Aachen/Geilenkirchen, hatte es wirklich in sich. Die Strecke führte entlang des Flüsschens Wurm, inmitten eines früheres Steinkohlereviers. Das hat hohe Halden hinterlassen, eine Herausforderung für bergiges Traillaufen.

Es gab mehrere Distanzen. Alle 30 Minuten trabte ein Schwung Läufer los. Um 10 Uhr startete die längste Distanz: 50 Kilometer, mit großer Schleife nach Deutschland rüber, Dann 30, 20 und 10 Kilometer. Und wer schon am Vortag kam, konnte sich auch noch in der Nacht austoben: Da waren elf Kilometer im Angebot. Aber Achtung: Die konnten im Finstern schon mal an die zwei Stunden dauern.

Die Wege hatten es in sich. Hatte jemand Wege gesagt? Das war später stellenweise tatsächlich so, aber meistens waren es die heißgeliebten, schmalen Pfade. Voller Schlamm. Das waren reinste Schlinderbahnen mit der Nässe, Tiefschlamm, klebrigem Kleister, Pfützen und Tümpeln über die ganze Strecke verteilt. Kurz nach dem Start fanden sich die Läufer auf Hollands längster Treppe wieder: 512 Stufen. Mitzählen ging nicht. Der Wilhelminaberg auf 225 Metern über NN.

Rechts am Berg war eine lange Skihalle mit Liften und Abfahrt, eine richtig hohe, alte Halde. Schwarzer Boden mit vielen Steinen drin. Kleine Bäume oben, größere unten. Braunes Laub lag herum, eine schmale Spur führte die Läufer mal runter, mal rauf. Richtig: ganz runter, dann wieder ganz hoch, und gleich nochmal das Ganze. Jeder noch so schmale Pfad wurde ausgenutzt.

Gute Versorgung

Rasch wurde es flacher und die Strecke führte durch eine natürliche und hügelige Waldlandschaft. Mal auf echten Wegen, mal auf Fietspad, aber ganz schnell wieder auf Trail zurück. Straßen gab es selten. Und wenn, dann nur für wenige hundert Meter. Dann wieder Wald und Wiese, Modder und Matsch, steile und sehr steile Passagen rauf und runter. Die Versorgung war gut: Getränke, Naschzeug, Chips, auch warme Brühe gibt es. Nur den eigenen Becher musste man parat haben.

Im Wald führte der Weg über endlose Schleifen, Flatterband trennte den Verkehr. Nicht abkürzen, man versäumte etwas. Denn der etwa acht Meter tiefe Steilhang war nicht laufbar. Ein Seil zum Abwärtsrunterhangeln war alles. Langsam, sonst gab es Blasen. Die Läufer näherten sich entlang einer Seenkette dem Ziel. Schöner Schlamm auch hier, ab und an auch tiefer Sand. Und die Zielgerade ging auch noch bergauf. „Hier weiß man, die Leute zu quälen“, so Andreas Geyer.

Zur Belohnung bekamen alle Finisher eine Medaille zur Erinnerung an ein unvergessliches Lauferlebnis. Andreas Geyer benötigte fünf Stunden und 26 Minuten. Sieger Dimitri Peulen aus Holland, kam nach vier Stunden und 45 Minuten ins Ziel.

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